Skip to content
Advertisements

FrSky Horus X12S: Erste Eindrücke

Anfang Nov 2016 kam meine vorbestellte FrSky Horus X12. Gerade richtig am verregneten Wochenende, um sich mit der neuen Funke vertraut zu machen und erste Grundeinstellungen vorzunehmen.

FrSky Horus X12S: Hands On

Lange habe ich mich auf die Horus X12 gefreut. Das Top-Modell bringt einiges an Neuigkeiten mit, wie ein Farbdisplay, FrSky´s erstes Betriebssystem FrXT, Bluetooth, einen externen Antennen-Anschluss oder CNC-gefräste Knüppel-Aggregate mit Hall-Sensoren anstatt Poti´s – ohne die geschätzten Tugenden des Vorgängers Taranis X9D vermissen zu lassen: den externen Modul-Schacht etwa oder die Möglichkeit OpenTX 2.2.x zu verwenden.  Seit dem ersten Release-Candidat (kurz RC1) von OpenTX 2.2.0 vom 01.09.2016 wird die Horus unterstützt. Inzwischen wurde weiter verbessert und optimiert. Seit dem 16.10.2016 steht bereits OpenTX 2.2.0 RC7 zur Verfügung.

Ich habe zwei FrSky Horus über Engel Modellbau bezogen und werde eine auf dem FrXT Betriebssystem belassen und die zweite auf OpenTX 2.2.0 flashen. So lassen sich beide Versionen erkunden und besser miteinander vergleichen.

Wertig, hochwertig, gewichtig!

Mal den Vorfreude und „endlich was neues zum spielen„-Bonus abgezogen: Die FrSky Horus X12S macht ringsum einen wertig verarbeiteten und erwachsenen Eindruck. Was ich praktisch finde: die Funke steht und liegt sehr sicher. So sind Einstellungen schnell vorgenommen oder Kabel angestöpselt, ohne dass die Verbindungen leiden. Mit einem Gewicht von etwa 1.340 g ist sie rund 500 g schwerer als eine Taranis X9. Ein Leichtgewicht ist die Horus nicht, liegt aber mit ihren gummierten Flanken sehr gut in der Hand. Auch am Gurt hängend sind Balance und das Gefühl gut.

Alle Bedienelemente sind für Daumen-Steuerer sehr gut erreichbar. „Pincher“ – also jene, die Daumen und Zeigefinger verwenden, kommen nicht ganz so gut an die auf der Schulter liegenden Kippschalter SE – SH.  Die Regler LS und RS, die man z.B. für eine Kamera-Steuerung nutzen würde, sind die einzigen, deren Position ich weder für Daumen-Steuerer noch Pincher gut platziert finde.  

Doch zunächst auf Anfang: Geliefert wird die Horus X12S in einem Alu-Koffer. Der schaut optisch ansprechend aus und ist rundum mit vernieteten Plastik-Schutzecken versehen.  Darin steckt in einem passenden Schaumstoffeinsatz (leider so einer, der recht bald etwas bröselig wird) die Funke selbst, ein Netzteil zum aufladen des integrierten NiMH-Akkus, ein stabiler Schultergurt sowie ein SD-Speicherkarten-Adapter. Eine 4 GByte Micro-SD-Karte wird ebenso mitgeliefert. Diese steckt im SD-Slot der Horus.

Die Knüppelaggregate sind hochwertige CNC-gefräste. Vom Gefühl gewöhnungsbedürftig mit recht weiten Knüppelwegen und eher mechanischem Feeling – also spürbarem Widerstand – als butterweichem, sanften Knüppelgefühl.  Sicher Geschmacks- und Einstellungssache. Ich komme damit zurecht. Im Vergleich ist aber meine Taranis X9 leichter & die Steuerung weicher. Richtig smooth fühlt sich die TBS Tango mit kurzen Knüppelwegen an, die ich gern mit dem FPV-Racer Vendetta nutze. Während die Tango aber auch genau für FPV Flitzer konzipiert ist, eignet sich eine Horus mehr oder weniger für alle Arten von Modellen und Anwendungen. Genau da liegt meines Erachtens eine Stärke der FrSky Funken: Durch die Verwendung von OpenTX, LUA-Scripten und vollkommen frei beleg- und konfigurierbaren Kanälen und Schaltern kannst du Heli’s wie Flächenmodelle steuern, Kamera-Copter und FPV-Racer … und alles auf Abruf mit einer einzigen Funke. Das relativiert definitiv den Preis, auch im Vergleich zu anderen Anbietern hochwertiger Fernsteuer-Sender.   

Trio aus: Taranis X9D, TBS Tango, Horus X12S

Trio aus: Taranis X9D, TBS Tango, Horus X12S

Poti´s, Schalter & Regler satt

Die 16-Kanal-Funke Horus lässt sich wie schon die Taranis über den externen JR-Modul-Schacht auf bis zu 32 Kanäle ausbauen. Zudem bringt sie einen Haufen Schalter, Poti´s und Regler mit, um für alle erdenklichen Modelle und Anwendungs-Fälle gewappnet zu sein: Sechs 3-Wege Schalter, ein 2-Weg-Schalter und eine Schaltwippe stehen zur Verfügung. Es gibt dazu noch vier Schiebeschalter mit Mittenanschlag und drei Drehpoti´s direkt unter dem Display. S1 ist ein stufenloses Poti. S2 besitzt einen Mittenanschlag. Und dazwischen sitzt M-POS, der auf 6 Positionen eingestellt werden kann. Zwei digitale Trimmungen, die wie alles andere frei belegt werden können, gibt es auch noch.

Tolles Bedienkonzept

Auf einen Touch-Screen für das Farb-Display hat FrSky bewusst verzichtet. So ist die Helligkeit im Freien einfach besser – und lässt sich über einen belegten Schieberegler zum Beispiel jederzeit wie gewünscht einstellen. Die Horus braucht auch keinen Touch-Screen. Die Bedienung ist sehr einfach und flink durch ein leichtgängiges Drehrad mit „Enter-Funktion“ und Schnelltasten für den Aufruf des Menü´s für System, Model & Telemetrie. Auf der linken Seite gibt´s die von der Taranis bekannten „Page-Up“ und Page-Down“ Buttons, mit denen du zwischen Seiten-Anzeigen blätterst oder zum Beispiel bei der Datums-Eingabe flink um Monate und Jahre vor- und zurückspringen kannst.

Das FrSky eigene OS ist einfach wie übersichtlich aufgebaut. Alle wesentlichen Funktionen lassen sich schnell aufrufen. Große Rätsel geben einem die Menü-Einträge trotz mancher Abkürzung einiger Optionen nicht auf. Du musst derzeit aber noch damit klarkommen, dass alles in englisch ist. Andere Sprachversionen gibt´s aktuell noch nicht (Nov 2016).

Abschließend zu meinen ersten eigenen Eindrücken:

Mit rund 560 Euro ist FrSky´s Top-Modell ein ordentliches Stück teurer als seinerzeit die Taranis X9. Dafür aber wesentlich hochwertiger und reichhaltiger ausgestattet und verarbeitet. Den Sender in der Hand zu haben macht definitiv Spaß und ich freue mich schon drauf, demnächst weitere Beiträge zu schreiben über

  • Grundeinstellungen zur Horus X12S
  • Horus X12S auf OpenTX 2.2 flashen
  • eigenen Startbildschirm erstellen und Logo´s hinzzufügen

 

weitere Infos:

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: