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Avegant Glyph: NextGen FPV Brille

Adieu Fatshark & Co? Die Avegant Glyph ist sowas wie ein mobiles Heimkino: Ein Kopfhörer, der im Bügel eine Videobrille enthält. Die Mischung aus Lowlight-LEDs und 2 Mio. Mikrospiegeln sorgt für klare, hochauflösende Bilder ohne Pixelraster. Diese werden per HDMI-Verbindung zugespielt, womit die Glyph auch als FPVBrille höchst interessant ist.  Die Auslieferung der ersten Charge steht kurz bevor.

Avegant Glyph oder kurz: Mediaware

Avegant ist ein über die Crowd-Funding Plattform Kickstarter finanziertes Unternehmen. Die Idee hinter ihrem Produkt „Glyph“ ist einfach und genial: Ein Kopfhörer wird mit einer Videobrille kombiniert und akzeptiert via HDMI Audio- und Bildsignale jeglicher Zuspieler.

Avegant Glyph

Avegant Glyph

So kannst du unterwegs, wie mit jedem Kopfhörer, einfach nur Musik hören. Oder auf Reisen aus jedem Smartphone dein persönliches Heimkino machen: Bügel vors Auge geklappt, Video gestartet und los geht das Vergnügen. Durch Headtracking-Sensoren und ein weites Blickfeld sind auch VR-Anwendungen möglich. Oder du stöpselst die Glyph an deine Spielkonsole und zockst wie an einem Riesen-Bildschirm. Und auch für den Immersionsflug eignet sich die Glyph als FPV-Brille, die Avegant schlichtweg „Mediaware“ nennt.

Tested.com: erstes HandsOn auf der CES 2015

Wie funktioniert die Glyph?

Unzählige Lowlight-LEDs bringen das Bild auf etwa 2 Millionen winzig kleiner Microspiegel, die dieses wiederum über eine raffinierte Optik direkt auf die Netzhaut des Auges reflektieren. Avegant nennt das Virtual Retina Display (kurz: VRD). Und auch wenn der Hersteller in den techn. Daten zur Glyph eine Auflösung von 1.280x720p für jedes Auge angibt, so muss man sich bei dieser genialen Technik von der Vorstellung verabschieden, dass es ein (sichtbares) Pixelraster wie bei bekannten LEDs und OLEDs gibt. Während diese Techniken in der Tat auf voneinander getrennten Pixeln mit Sub-Pixeln zur Darstellung einzelner Farben dienen, nutzt die VRD-Technik der Glyph das ganz natürliche Prinzip der Lichtreflektion:

Licht trifft auf Objekte und wird von diesen absorbiert und/oder reflektiert. Diese Reflektionen sind es, die unser Auge zu einem Bild zusammensetzt. Die Glyph macht´s genauso: Sie „entsendet“ Licht und reflektiert dieses über Millionen von Microspiegeln. Dadurch, dass die Spiegel sämtliche Farben reflektieren und zudem mikroskopisch klein sind, gibt es keinerlei sichtbares Raster, sondern ein homogenes Bild.

Frisst quasi alles

Die Glyph funktioniert Plug&Play. Per HDMI kann jede beliebige Audio-/Video-Signalquelle angeschlossen werden. Jede Art von Medien kann so angeschaut werden – bis hin zu 360° Anwendungen oder Side-by-Side 3D.

Was kostet die Glyph?

Die ersten Glyph´s in der „Founder´s Edition“ können ab sofort über die Avegant Website vorbestellt werden. Für Schnellentschlossene kostet sie bis zum 15. Januar 599 US$ (zzgl. Versand). Danach soll der reguläre Preis bei 699 US$ liegen. Avegant liefert vorerst nur in die USA und nach China. In ca. 6-8 Wochen sollen die ersten Glyph´s dann versendet werden.

FPV explizit unterstützt

In der Kompatibilitätsliste finden sich nicht nur eine Vielzahl an Smartphones und Tablets. Die Glyph funktioniert als FPV-Brille explizit mit dem 3DR Solo, DJI Inspire 1, Phantom 3 Professional und Advanced, Parrot Bebop und Yuneec H920.

Ausgezeichnet

CES 2016: Award für die Glyph

CES 2016: Award für die Glyph

Die Avegant Glyph bekam zur IFA 2015 von der Computerbild den Sonder-Redakteurspreis „goldener Computer“ und wurde auf der diesjährigen CES mit einem Design-Award ausgezeichnet.

Copterflieger meint:

Ein cooles und flexibel einsetzbares Produkt. Als FPV-Brille (womöglich bessere als die etablierten Fatsharks oder Headplay-HD?) wird die Glyph grundlegend taugen. Allerdings gibt es zwei Dinge, bei denen ich noch etwas skeptisch bin:

  1. Die Brille schottet kein Restlicht ab, was bei starker Sonneneinstrahlung nervt. Darum gibt´s ja Eyeshields, die man zB für eine Zeiss Cinemizer  separat erwerben kann.
  2. Der Field-of-View liegt nur bei 40°. Gute FPV-Brillen haben einen weiteren FOV und erzeugen damit ein besseres Immersionsgefühl.

Lieferumfang:

  • Founder´s Edition Glyph in silber/schwarz mit HDMI & USB-Kabeln
  • 4x verschiedene Nasenstücke mit Magnethalter
  • Softcase zur Aufbewahrung
  • Headstrap, Lensecover
  • Quick-Start Anleitung

Technische Daten:

  • Produktname: Avegant Glyph
  • finanziert über: Kickstarter
  • Auslieferungsstart: Q1 2016, Founder´s Edition
  • Preis zur Einführung: 599 US$, später 699 US$
    Auslieferung zunächst nur USA und China
  • Auflösung: 1.280*720 Pixel pro Auge;
    2 Millionen Mikrospiegel gesamt
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Abmessungen:
    Breite – 7.5 inches (190.5 mm),
    Höhe – 4 inches (101.6 mm),
    Tiefe – 7.5 inches (190.5mm)
  • Gewicht: 14.5 oz (411 g)
  • Field of view: ~40 Grad;
    entspricht dem „sweet spot“ im Kino
    21m entfernt von einer knapp 16m breiten Leinwand
  • Dioptrien-Ausgleich: +1 bis -7
  • Video/Audio Input: Micro-HDMI
  • Frequenz: 20 Hz – 20 kHz
  • Dynamic Range: 95 dB
  • Audio Input: 3.5 mm Miniklinke
  • Akku-Laufzeit: bis zu 4 Std (LiPo, 2060 mAh)
  • Ladeport: microUSB
  • 9 Achsen IMU für Headtracking
  • Firmware updates via Bluetooth
  • 2D / 3D Inhalte unterstützt

weitere Infos & Bezug

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