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Neue Regelungen für zivile u gewerbliche Drohnen geplant

Bundesverkehrsminister Dobrindt plant neue gesetzliche Vorschriften für den privaten und gewerblichen Einsatz von unbemannten Drohnen.  Künftig sollen diese kennzeichnungspflichtig werden, so dass der Pilot bei Missbrauch oder Unfällen jederzeit ermittelt werden kann.

Anlass der neuen Vorschriften ist die stark zunehmende Verbreitung privater Drohnen aufgrund sinkender Preise und vielseitiger Einsatz-Möglichkeiten. Das erhöht laut Dobrindt zugleich das Gefahrenpotential für zB Abstürze und Kollisionen.

So sollen etwa alle gewerblich wie privat genutzten Geräte ab 0,5 kg kennzeichnungspflichtig werden, um bei Missbrauch oder Unfällen den Eigentümer identifizieren zu können.

Private Neu-Regelungen 

Private Drohnen-Flüge sollen grundsätzlich verboten werden in einer Höhe von mehr als 100 Metern und außerhalb der Sichtweite des Piloten. Verboten sind darüberhinaus Überflüge von Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Fernstraßen, Eisenbahnlinien, militärischen Anlagen, Menschenansammlungen, Unglücks- und Katastrophengebieten sowie Einsatzorten der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden.  Auch Kraftwerke und ähnliche Anlagen sind tabu.

Gewerbliche Neu-Regelungen

Unbemannte Luftfahrtsysteme bieten zugleich neue Chancen und Möglichkeiten, weshalb auch die gewerbliche Nutzung neu geregelt und damit besser unterstützt werden soll.

Landesbehörden sollen zB Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten erlauben, wenn der sichere Betrieb nachgewiesen wird.

Für gewerbliche Nutzer soll es darüber hinaus eine Art „Drohnen-Führerschein“ geben, der fliegerische und luftrechtliche Kenntnisse voraussetzt, die in einer Prüfung nachzuweisen sind. Das Luftfahrtbundesamt wird entsprechende Lizenzen erteilen.

 

Die Überlegungen sind nicht abwegig: Leider sind nicht alle Flieger verantwortungsvoll und halten sich an bereits bestehende Vorschriften. Bekannte Fälle aus dem Ausland sind zB beinahe Kollisionen mit Flugzeugen und gehäufte Drohnen-Sichtungen in der Nähe von Flughäfen. Der Absturz einer Drohne vor dem Weissen Haus oder gescheiterte Drogenlieferungen per „Luftkurier“ in Strafanstalten und über die mexikanische Grenze.

Auch hierzulande gab es vereinzelte Berichte von Flügen innerhalb ausgewiesener Flugverbotszonen wie Militärischen Geländen oder riskante Flüge über Menschenansammlungen zB bei Fußball-Veranstaltungen oder Demonstrationen.

Wann genau die neuen Vorschriften gelten sollen und wie sie sich konkret gestalten ist noch nicht bekannt. Ich halte es aber für relativ sicher, dass es Änderungen geben wird – und diese die bisherige private Wildfliegerei deutlich einschränken.

Mehr Infos

http://www.bmvi.de

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2 Comments »

  1. Hallo zusammen das ist doch sicher ein Schreibfehler mit 0,5 KG das soll doch sicher 5,0 KG heißen. Sollte dieser Wert stimmen, dann
    muß ich leider sagen, die haben eine Schraube locker. Sorry da kann man nur noch den Kopf schütteln!! Man könnte ja…….

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    • Kein Schreibfehler. FPV Racer wiegen um die 500g. Kamera Copter deutlich drüber, so dass unter diese Grenze in der Tat nur noch reine Spasscopter fallen. Ob und wie sich die Vorschriften durchsetzen lassen ist ja noch offen

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