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Headplay Brille: Glasklare HD-Bilder für schlanke 250 Dollar

Die erste Charge der Headplay HD war prompt ausverkauft. Kein Wunder, denn für 250 US-Dollar liefert sie aktuell das beste und größte FPV Bild. Da können auch die teuren Top-Modelle von Fatshark nicht mithalten. Also wo liegen die Nachteile? Gibt es überhapt welche?

Headplay HD FPV-Brille: ein Preisknaller!

Bevor ich über die Headplay HD als solches rede, eine kurze Einordnung:
Im untersten Preissegment gibt´s die puristische Quanum FPV-Brille von Hobbyking für etwa 40 Dollar. Dann geht´s mit dem beliebten Einsteiger-FPV-Set Fatshark Predator V2 (ab 350 Euro) weiter, einer Skyzone V2 für 400 Euro und der weit verbreiteten Fatshark Dominator V2 (ca 450 Euro). Das obere Ende markieren die Fatshark HD (etwa 750 Euro) und Zeiss Cinemizer OLED (etwa 800 Euro).

Mit 250 US-Dollar (ca. 222 Euro) orientiert sich die Headplay HD Brille preislich also auf unterem Niveau. Das macht sie im Vergleich zu dem, was sie bietet umso interessanter, denn die Headplay hat eine höhere Auflösung und ein größeren FOV als die Top-Modelle.

Headplay HD

Großes Gehäuse, großes Bild: Headplay HD

Headplay HD: Höchste Auflösung, größter FOV

Die Headplay HD ist ein Monitor, den du dir vor den Kopf schnallst. Das macht die Brille nicht gerade kompakt, aber sie bietet dafür eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten auf dem 7″ Schirm mit einem Field-of-View (FOV) von 72°. Zum Vergleich: Das Fatshark Topmodell Dominator HD hat 800 x 600 Bildpunkte bei einem FOV von 45°.

Darüber hinaus hat die Headplay nicht nur einen analogen Video-Eingang, sondern auch einen Mini-HDMI-Port. Bedeutet: Wie die Fatshark HD und Cinemizer kannst du die Bilder von einer Lightbridge oder Connex digital auf den Schirm bringen. Schon eine kleine Besonderheit.

Feldtest der Headplay HD

 

Tragekomfort: gut

Ich selbst habe meine (vorbestellte) Headplay HD leider noch nicht erhalten und daher aufmerksam viele, viele Diskussionen verfolgt und Reviews angeschaut. Die Meinungen zum Tragekomfort gehen nicht weit auseinander:
Auch wenn der „Brotkasten“ vlt. etwas groß und schwer wirkt – jeder lobt den durchweg guten Tragekomfort. Die Auflageränder am Gesicht sind sehr weich und dick gepolstert. Die dicken Bänder und Nasen- sowie Stirnauflage halten die Brille an Ort und Stelle ohne zu drücken oder zwicken. Der Stromversorgungs-Akku wird hinten am Kopf ins Band gesteckt und balanciert das Ganze gut aus. Einige berichten beim ersten Aufsetzen davon, dass man zunächst dennoch das Gefühl hat, leicht nach vorn zu neigen, bis man sich daran gewöhnt hat.

Video von FPV-Guy Bo Lorentzen:

 

Bildeindruck: scharf & gewöhnungsbedürftig

Hier sind sich grundlegend wieder alle einig: Das Bild ist riesig. Selbst Brillenträger brauchen diese durch das umgebende Gehäuse, das vor Umgebungsliht abschattet, nicht zwingend absetzen und der weite 72° Blickwinkel ermöglicht einem, viel von der Umgebung zu sehen.

Jetzt wird´s interessant: Die Copterpiloten, die mit ihren Multicoptern weit oben fliegen und Landschaften genießen, sind von der Headplay und den Details die sie zeigt schlichtweg beeindruckt. Etwas anders betrachten das die Mini-Racer Piloten:
Sie sprechen von Orientierungs-Problemen im Gelände, einem manchmal „schwummrigen“ Eindruck wie unter Alkohol-Einfluss und davon, dass sie das Gefühl haben, viel langsamer als sonst zu fliegen.

Für einige sind Bild und Blickwinkel schlichtweg zu groß. Während du bei den Fatshark-Brillen einen kleineren Bildausschnitt betrachtest, bleiben die Augen stets auf den Sweetspot im Zentrum fokussiert. Bei der Headplay mit weitem 16:9 Bild fühlt es sich an, als ob du auf eine riesige Kinoleinwand in vorderer Reihe schaust – daher musst du dich mehr mit den Augen in der Umgebung orientieren und schaust vermehrt in die Richtungen, in die du fliegen möchtest. Dazu versuchst du ständig, die Abstände zu all den Hindernissen, von denen du nun deutlich mehr siehst, korrekt einzuschätzen. Beim umrunden eines Baumes zB schaust du mit den Augen immer an den Rand der Brille während du beim Geradeausflug dann wieder die Mitte fokussierst.

Nun gut, für erfahrene Piloten mag es nur eine gewisse Umstellung sein. Ich frage mich aber, ob zum Beispiel Anfänger mit der Headplay tatsächlich besser oder leichter fliegen lernen oder doch eher eine Fatshark-Brille geeigneter wäre?

Für den Beitrag habe ich drei Videos ausgewählt, die insgesamt einen guten und – wie ich finde – objektiven Eindruck der Headplay HD vermitteln. Die eigenen Videos von Headplay enden natürlich alle in: „Awesome *it“ „Georgious Glasses“ und anderem Marketing blabla.

Flitetest Review

Mein persönliches (Vor)Fazit, bevor ich selbst die Headplay testen kann:
Preislich absolut attraktiv. Für Copterflieger klar etwas, das man zum Equipment zählen darf – doch FPV-Racer sollten abwägen, ob die Headplay in der aktuellen Version sie tatsächlich dabei unterstützt, sich im schnellen Flug im Gelände optimal zu orientieren.

 

weiterführende Infos:

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