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Vergleich: DJI Phantom 2, 3 und Inspire 1

Welcher DJI Quadrocopter lohnt?  Ist der Phantom 3 soviel besser als ein Phantom 2? Und kann er dem Inspire 1 zu einem Drittel des Preises das Wasser reichen? Ein objektiver Vergleich offenbart die Unterschiede und zeigt, welche Asse DJI´s teures Topmodell im Ärmel hat.

Phantom 2 & 3 versus Inspire 1

Kaum hat sich die Aufregung um die Vorstellung des neuen DJI Phantom 3 gelegt, habt ihr mich mit Fragen bombardiert zu: „Soll ich meinen Phantom 2 jetzt verkaufen?“ – „Toppt der Phantom 3 echt den Inspire 1?“ – „Was kann der Phantom 3 eigentlich nicht?“ – „Wer kauft jetzt noch den Inspire?“  … Ich muss sagen, ich hatte kurz ähnliche Fragen im Sinn. Also habe ich mir eine Übersicht verschafft und Features & Preise objektiv miteinander verglichen.

Mein persönliches Fazit in Kurzform:

  • Wer noch keinen Phantom 2 hat, greift zum Phantom 3
  • Schnäppchenjäger kriegen den Phantom 2 gebraucht hinterhergeschmissen
  • Der Inspire 1 spielt in einer anderen Liga und ist sein Geld wert

Okay. Jetzt sollte ich euch aber auch erklären, wie ich zu dieser Meinung komme. Zur Orientierung argumentiere ich in der Reihenfolge meines Kurz-Fazits und stelle die Eckdaten in der Tabelle unten gegenüber.

Neukauf? Dann Phantom 3

Phantom 3 Advanced

Phantom 3 Advanced, Quelle: DJI.com

Der Phantom 2 Vision+ (P2V+) ist ein Auslaufmodell. Wer ihn dennoch neu kaufen möchte, zahlt dafür beim vertrauensvollen Händler knapp 1.000 €. Der DJI Phantom 3 Advanced (P3A) mit 1080p Cam liegt mit 1.099 € nur knappe 100 Euro darüber.

Wieviel Mehrwert gibt´s bei 100 Euro Preisunterschied? 
Der Phantom 3 integriert die digitale Live-Bildübertragung via DJI Lightbridge. Das Ding allein kostet zwischen 1.000-1.200 Euro! Die alte DJI Vision App ist beim P3 passe. Stattdessen gibt´s die DJI Pilot App mit Flugsimulator und Wegpunkt-Navigation sowie einen einfachen Video-Editor namens Director inkl. Video-Sharing Funktion. Der neue Controller hat nun 2x statt 1x Antenne (Lightbridge eben), was auch zu höherer Reichweite und stabilerer Bildübertragung führt.

Apropo stabil: Das Flugverhalten ist beim Phantom 3 nicht nur aufgrund der stärkeren und effizienteren Motoren etwas besser, sondern auch wegen der zusätzlichen Glonass GPS Unterstützung und dem vom Inspire 1 (I1) stammenden Sonar mit dem die Phantom 3 selbst in Innenräumen stabil schwebt und sich weniger durch Störsignale, Metall, etc aus der Ruhe bringen lässt. Statt 11,1 Volt Akku sorgt ein 15,2 Volt Akku im Phantom 3 in Summe auch für ein paar Minuten mehr Flugzeit: 23 statt 18 Minuten sollen es werden.

Update 12.05.2015: Erste Reviews sind draußen und es bestätigt sich, dass der Phantom 3 tatsächlich im Durchschnitt sehr gute Flugzeiten von 22 bis 24 Minuten erreicht.   

Eine neue Kamera kommt ebenso dazu, die statt 140° Field-of-View (FOV) mit sichtbarem Fischaugen-Effekt jetzt eine deutlich größere Linse mit kleinerem 94° FOV, aber dafür auch nicht mehr so drastischen Verzerrungen hat. Gebäude, Kanten oder der Horizont sind eben nicht mehr so gekrümmt sondern entprechen der natürlichen Wahrnehmung.

Alles in allem: Vergleicht man Preise und Ausstattungen von P2V+ und P3 ist der P3 Advanced sicher der bessere Deal. Ob´s dann die P3 Pro-Version mit 4K-Cam für 1.399 Euro sein soll, muss jeder für sich entscheiden. In Punkto Preis-Leistung finde ich die Advanced Version derzeit attraktiver.

Was ich mir denken könnte: 4K-Option freischaltbar
Hauptunterschied zwischen P3 Advanced und Professional ist die mehr oder wenige „abgespeckte“ Kamera mit 1080p statt bis zu 4K. Technisch sind sie vermutlich identisch. Also gleicher Kamerachip, aber vlt. leicht (ab)geänderte Firmware. Wie bei den guten alten Intel-Prozessoren lässt sich mitunter die 4K-Option beim Advanced freischalten.

 

Phantom 2 für Schnäppchenjäger

DJI hat mit seiner Frühlings-Rabatt-Aktion bereits die Neupreise für Phantom 2 und Vision 2+ gesenkt. Wer jetzt also seinen gebrauchten Phanti 2 oder Vision 2+ verkaufen möchte, wird diesen nochmals günstiger anbieten müssen. Optimal für Schnäppchenjäger, die jetzt auch Phantis mit viel Zusatz-Ausstattung wie zusätzlichen Akkus, Koffer, Ersatz- und Carbonpropellern oder gleich mit 3D-Gimbal, FPV-Monitor und GoPro 3 Actioncam auf ebay, Amazon und in Kleinanzeigen finden.
Und ganz ehrlich: Der Phantom 2 mit Zenmuse Gimbal, gutem FPV Monitor und einer GoPro 3 oder gar 4 ausgestattet ist nicht übel und kann bereits 4k Filmchen. Die Qualität einer GoPro ist in jedem Fall top, durch den weiten 160 FOV halt mit mehr Fischeye Verzerrung. Aber Bildmodi lassen sich an einer GoPro bequem einstellen.

3) Inspire 1 für Profis
Auch wenn der neue P3 einige Features geerbt hat: Die entscheidenden eben nicht, weshalb der Inspire 1 klar eine Liga höher angesiedelt ist. Das schlägt sich im Preis nieder, hat aber seine Berechtigung.

Was macht den I1 so besonders?
Naja… Man braucht zunächst nur hinzuschauen um das offensichtliche zu sehen: der Inspire 1 ist vollkommen anders designed, deutlich grösser und viel hochwertiger gebaut. Richtig stabile Carbonarme, riesige Rotoren, Landebeine die sich im Flug anheben lassen und der Kamera einen ungetrübten 360 Grad Rundumblick erlauben.

Beim P3 sind die Landekufen weiterhin starr, ebenso wie der Blick der Cam stets nach vorn gerichtet ist.

Auch wenn der P3 ebenfalls die Lightbridge und den schicken Controller nutzt: Nur beim Controller des I1 gibts einen HDMI Ausgang, um das Livebild noch auf einen Monitor oder eine FPV-Brille wie die Ceiss Cinemizer oder Fatshark HD zu bringen.
Und jetzt kommt das einzigartige Killer-Feature: Dual Mode! Mit einer zweiten Fernbedienung lassen sich I1 und die Kamera getrennt voneinander steuern. Durch die Kombination eines Piloten und extra Cam-Operators sind schlichtweg Kamerafahrten, Winkel, etc möglich die du mit keinem Phanti hinbekommst.

Update 12.05.2015: Im Handson Video von Tested verrät DJI  (mal auf 8:30 min vorspulen), dass es künftig beim P3 möglich sein kann, doch von Dual-Mode und HDMI-Out zu profitieren. Dazu baucht es nur einen zusätzlichen Controller vom I1 und ein Freischalten der Option per Firmware-Upgrade. Dass es grundlegend geht hat DJI höchtselbst auf seinem Launch-Event gezeigt, denn es wurden Live-Broadcasts eines Phantom 3 via HDMI auf andere Devices übertragen. 

Übrigens sind beim P3 Gimbal und Kamera eine Einheit, die fest mit dem Copter verbunden ist. Beim I1 ist hingegen alles abnehmbar und auch erweiterbar gestaltet. Noch gibt es zwar keine Erweiterung oder andere Cam. Aber die Option ist bereits vorgesehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Phantom 3 hat einiges mehr auf dem Kasten als seine Vorgänger und bietet derzeit ein extrem verlockendes Preis-Leistungs-Verhältnis.  Aktuell wird er klar vom Inspire 1 übertrumpft, der nochmals mehr Qualität, Funktionalität und mit seiner unabhängig steuerbaren und um 360° drehbaren 4K-Cam,  noch mehr filmerische Freiheiten bietet.

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