Zum Inhalt springen
Advertisements

Marktübersicht: RTF Quadrocopter

Du überlegst, dir einen Ready-to-fly Quadrocopter für Filmaufnahmen inklusive Fernbedienung anzuschaffen? Du weisst nur nicht welcher gut ist und wieviel man ausgeben sollte? Eine Hilfe gibt die Übersicht der aktuellen RTF Quadro- und Hexacopter mit Tipps zum Kauf.

Warum RTF?

Wie aus der Zukunft: DJI Inspire 1

Wie aus der Zukunft: DJI Inspire 1

Ein Ready-to-fly Modell mit komplettem Lieferumfang zu nehmen ist aus mehreren Gründen sinnvoll und ich möchte das nicht von der „ist vielleicht günstiger“ oder „muss ich halt nix extra kaufen“ Perspektive erläutern.

Wenn du einen Multicopter fliegen möchtest, sollte dir klar sein, dass die Dinger voller Hightech stecken. Vom intelligenten Akku-Management über GPS-Positionierung bis zur Gimbal-Steuerung und Echtzeit-Anzeige der Kamera-Bilder (FPV-View) muss die Technik reibungslos und zuverlässig funktionieren.

Viele Einstellungen kannst du zudem nur über die Verbindung des Copters mit einem Rechner vornehmen und du brauchst unter Umständen auch eine App fürs Smartphone. Hier wirst du dich oft mit englischer Sprache auseinandersetzen müssen – umso besser, wenn dann Bedienung & Software übersichtlich und intuitiv gestaltet sind und alle Komponenten problemlos zusammenarbeiten.

DJI dominiert

DJI ist Marktführer – und das nicht grundlos. Von DJI gibt es tolle Modelle in unterschiedlichen Preisklassen. Und DJI ist ebenso ein Beispiel für all die Dinge auf die es ankommt, wenn du dir ein RTF-Modell zulegst:

  • gute Qualität (insbesondere in Details)
  • kompletter Lieferumfang
  • gute Zubehör- und Ersatzteilversorgung
  • regelmäßige Modellpflege
    (Modell-Updates, Apps, Firmwares)
  • zuverlässige & gutmütige Flugeigenschaften

Großes ABER: Es muss ja nicht immer DJI sein. Anbieter dieser Übersicht wie Walkera, Yuneec oder TTRobotix bieten nicht nur eine andere Optik oder Größe, sondern auch das ein oder andere Feature mehr. Zum filmen und Spaß haben eignen sie sich in jedem Fall alle.

RTF Quadrocopter Übersicht

DJI Phantom 2
DJI´s Phantom ist der quasi-Standard und noch immer einer der coolsten Quadrocopter mit 35 cm Diagonale (Motorachse zu Motorachse). Nicht zuletzt, weil er im Überblick zu den Preisführern zählt: Ab 600 Euro ist er über den Fachhandel zu haben und für rund 850 Euro gibt es ihn mit Zenmuse 3D-Kamera-Gimbal für eine GoPro Kamera.

DJI Phantom 2 Vision+  – 1.100 €
DJI Phantom Vision 2+Der Vision 2+ kommt inklusive Gimbal und Kamera mit 14 Megapixeln und Full-HD (1080p) Aufnahme. Die Bilder kommen in Echtzeit aufs Smartphone, das als FPV-Monitor auf die Fernbedienung geklemmt wird. Die DJI Groundstation App ist eine der besten und übersichtlichsten Apps auf dem Markt. Mit der exklusiven Pix4D-App lassen sich von Landschaften und Gebäuden sogar detailgetreue 3D-Modelle generieren. Flugzeit: 20-25 min., Reichweite für die Bildübertragung etwa 800m. Die Fernbedienung reicht bis 1.000m.

weitere Infos: DJI Phantom 2 Vision+ Produktseite >


TTRobotix Ghost
– 1.100 €
TTRobotix GhostEin direkter Phantom-Konkurrent ist der gerade in die Läden gekommene TTRobotix Ghost. In der Tat könnte der Ghost weite Verbreitung finden, denn der mattschwarze Quadrocopter ist größer (45 cm) und nicht an proprietäre Akkus gebunden. Es gibt eine Art Akku-Box, in die du beliebige LiPOs mit XT60-Anschluss stecken kannst und davon sogar zwei miteinander koppeln.

Besonderheit des Ghost sind die ein-/ausklappbaren Landekufen und das 360 Grad Morpheus 3D Gimbal, mit dem Rundumaufnahmen möglich werden. Gesteuert wird alles über Drehpotis an der Fernbedienung. Eine Cam ist in dem Preis allerdings nicht dabei. Hier empfiehlt sich der Klassiker: eine GoPro

Über die kostenfreie Android-App gibt´s ebenso „Wegpunkt-Navigation“ und eine „Follow-Me“ Funktion. Einmal mit deinem Handy gekoppelt, folgt der Copter in definierter Höhe.  Die Flugzeit ist von den Akkus und dem Flugstil abhängig, soll aber wie bei DJI auf 20-25 min kommen. Die Funkreichweite liegt bei 1.000m.

weitere Infos: TTRobotix Ghost Produtkseite >


Yuneec Q500 Typhoon
– 1.190 €
Yuneec Q500 TyphoonWenn einer den Namen Komplettpaket verdient, dann der Yuneec Q500. Das Modell mit einer H-ähnlichen Motoranordnung sieht elegant aus und die Qualität und Ausstattung der Fernbedienung in diesem Feld ist topp. Das iOS basiert auf Android und die Funke kommt inklusive einem eingebauten FPV Touchscreen-Monitor.

Die mitgelieferte Kamera steckt in einem integrierten Gehäuse mit 3D-Gimbal und Funkübertragung. Über die ST10 Groundstation (also die Funke) kann allerdings nur die Nick-Achse der Kamera gesteuert werden. Die anderen Achsen werden vom Gimbal selbst automatisch ausgeglichen. Die Cam beherrscht 16 Megapixel und Full-HD-Aufnahmen mit bis zu 60 fps. Die Flugzeit soll rund 20 Minuten betragen. Zur Reichweite für eine stabile Bildübertragung habe ich noch keine zuverlässigen Infos.

weitere Infos: Yuneec Q500 Produktseite >

 

Walkera Thali H500 – 1.630 €
Walkera Thali H500Die Preisklasse steigt etwas, dafür gibt´s keinen Quad, sondern einen stylischen 50cm Hexacopter. Der Thali besitzt abgefederte Landebeine, die sich per Schalter einziehen lassen. Im Komplettpaket kommt er mit der 13 Megapixel iLook Cam, die Full-HD 1080p bis 30 fps aufnimmt. Im Netz liest man, dass die Qualität gut, aber nicht sehr gut ist. Einige bleiben daher bei der GoPro.

Gegen jeden Zweifel erhaben ist aber die Devo F12E Fernbedienung. Sie ist super verarbeitet mit dicker Aluminium-Platte und hochwertigen Knüppeln – und besitzt darüber hinaus einen 5″ FPV-Monitor, der sich ankippen lässt. Eine klappbare Sonnenblende sorgt für optimale Sicht in heller Umgebung. Die Flugzeit des Thali soll bei idealen Bedingungen bis zu 30 min betragen. Nun gut, die hast du nicht immer. Aber wenn du den Copter fürs filmen moderat fliegst, sind 20-25 min sicher drin. Die Reichweite der Bildübertragung liegt bei 700-800m. Die Funke überträgt bis 1.000m sicher.

weitere Infos: Walkera Thali H500 Produktseite >

 

Walkera Scout X4 – 1.600€
Walkera Scout X4Der Scout trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Der auch in schwarz erhältliche Quadrocopter ist eines der Modelle, die Missions-Planung bieten, Wegpunkte abfliegen und Follow-Me Funktion haben. Damit können sich zB Sportler selber filmen, da der Scout dem Signal des gekoppelten Handys folgt. Das ganze schafft der Scout X4 auch rückwärts: Gespeicherte Wegpunkte fliegt er bis zum Homepunkt eigenständig ab und startet/landet auch selbstständig.

Damit beim filmen die Landebeine nicht im Bild sind, lassen sich diese per Fernsterung hochklappen. Die iLook-Cam nimmt in Full-HD 1080p mit 30fps auf. Wie der Thali kommt der Scout X4 im Komplettpaket mit der sehr guten Devo F12E Fernbedienung mit FPV-Bildschirm.

Für noch stabilere Lage und mehr Agilität bei erhöhter Ausfallsicherheit sorgt ein Upgrade-Paket: Der Scout kann optional von 4 auf 8 Rotoren aufgerüstet werden.

weitere Infos: Walkera Scout X4 Produktseite >

 

DJI Inspire 1 – 3.300€
Die Oberklasse im RTF-Segment markiert aktuell der DJI Inspire 1. Der Quadrocopter ist durch seine H-Form ebenso ein Hingucker wie durch die Rotorarme, die sich nach dem Start über eine Mechanik anheben und der Kamera damit einen Rundumblick ermöglichen.

Das 3D Gimbal lässt sich freilich um 360 Grad drehen. Die 12 Megapixel Cam nimmt bis 4K HD-Filme auf und speichert auch im Adobe RAW-Format. Durch Infrarot-Sensoren muss sich der Inspire 1 übrigens nicht auf sein GPS-Positionssystem verlassen. Das funktioniert in Innenräumen nämlich schlecht – und genau da helfen die IR-Sensoren, den Quadcopter auf Höhe zu halten. Da müssen andere Quads passen.

Der Inspire kommt zudem mit der DJI Lightbridge und nutzt damit digitale – und keine analoge – Echtzeit-Bildübertragung. Telemetrie-Daten werden ebenso an die extra für den Inspire zur Verfügung stehende Groundstation App übertragen wie Flugzeit, Höhe, Distanz oder die Anzahl der gefundenen Satelliten. Missions-Planung und Wegpunkt-Navigation runden die Ausstattung ab.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Inspire 1 ist die Möglichkeit, Copter & Kamera unabhängig voneinander zu steuern. Das geht mit einer zweiten (optionalen) Fernbedienung. Somit kann einer den Copter steuern, während sich der andere ums Bild kümmert – und beide erhalten über ein Tablet oder Smartphone „ihr FPV-Bild“.

weitere Infos: DJI Inspire 1 Produktseite >

 

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: