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Mini Quadrocopter mit Kamera für 259 Euro: ZMR250 und Mobius

So günstig kann ein Mini Quadrocopter mit Full-HD Kamera sein: Die Kombi aus dem 250 Mini Carbon Quad Nighthawk V2 mit einer Mobius Actioncam ergibt einen preisgünstigen und überall einsetzbaren Race- und Kamera-Copter.  Ich zeige den Zusammenbau Schritt-für-Schritt.

INHALT - DIY Mini Quadrocopter mit Kamera
Teil 1: Rahmen zusammenbauen
Teil 2: Komponenten einbauen
Teil 3: Hard-/Software einrichten
Teil 4: Erstflug

Nighthawk Mini Quadrocopter

Ich wollte einen preiswerten, kompakten, guten Mini Quadrocopter. Mit „gut“ meine ich einen stabilen, aber leichten 250er Mini-Quad, der einfach einzurichten und zu warten ist. Diesen möchte ich, wie alle meine Modelle, mit dem FrSky Taranis X9D Sender steuern. Neben einer FPV-Ausrüstung soll der Rahmen für Filmaufnahmen zusätzlich mit einer Actioncam bestückt werden.

Komponenten-Auswahl
Ich habe mich für das AGM Nighthawk Set (160,- Euro über Amazon) entschieden. Der Rahmen der V2 besteht aus dickem Vollcarbon und ist auch als „Mini-H Quad“ „ZMR250“ oder „EMax Quad“ erhältlich. Im Set sind Frame, Mobius-Mount, CC3D-Flightcontroller (Openpilot), 12A ESCs und 2.300 KV Motoren enthalten. Dazu passende 6″ Carbonpropeller.

Um die Ausstattung zu komplettieren braucht es noch Flugakkus sowie RC Sender & Empfänger. Als Flugakkus verwende ich Turnigy Multistar 1.400 mAh mit Xt30-Anschluss (Hobbyking 13 €/Stück). Als Kamera nehme ich die Mobius HD (ab 60 €). Für die FPV-Ausstattung habe ich bereits das Fatshark Predator V2 Set.

Preisübersicht

  1. AGM Nighthawk 250 Mini-Quad-Set ….. .160 €
  2. 3x LiPOs, Turnigy 11,1 V 3S 1.400 mAh .. 39 €
  3. Mobius HD Cam …………………………. 60 €
    ________________________________
    Set mit 3x LiPos und Cam …………… 259 €
AGM Nighthawk 250 Quadrocopter

Nighthawk 250 Quadrocopter Set von AGM

Technische Eckdaten Nighthawk Mini Quadrocopter

. 250 mm Frame und Ausleger, Vollcarbon
. Jello-free Mobius-Mount
. 4x Motoren MT 2204, 2.300 KV
. 4x ESCs BLHeli 12A
. CC3D OpenPilot Flightcontroller
. 6030 Carbon-Propeller (2x CW & 2x CCW)
. Gewicht
.. Frame mit FPV-Cam: 375 g
.. Frame mit FPV-Cam und LiPo: 495 g
.. Frame mit FPV, LiPo & Mobius: 538g

FrSky X4R-SB

FrSky X4R-SB: Den S.Bus nicht mit Smartport verwechseln! Letzteres ist für Telemetrie

Eine Taranis X9D habe ich bereits. Aber ich wollte den Standard X8R-Empfänger nicht aus meinem anderen Modell verwenden und nehme daher den winzigen FrSky X4R-SB.  Der Empfänger ist federleicht und kann über den S.Bus mit nur einem Signalkabel bis 16 Kanäle steuern. Perfekt fürs Mini-Quad: jedes Gramm weniger erhöht die Flugzeit. Und definitiv ausreichend Kanäle, um die 5 benötigten Kanäle zur Verfügung zu stellen (4x für die Steuerung, 1x zum umschalten der Flugmodi).

 

Frame zusammenbauen

Ich habe mit dem Basis-Rahmen angefangen und zunächst die Arme mit der Bottomplate verschraubt und die Landefüße angebracht. Bei allen Verschraubungen von Metall zu Metall immer Schraubensicherungslack nehmen, sonst verlierst du später durch die Vibrationen ratzfatz wichtige Teile!

Das CC3D Flugcontroller-Board wird mit Nylondistanzhülsen und -schrauben mittig platziert (darauf achten: Richtung VORN ist korrekt, wenn die Mini-USB Buchse nach hinten zeigt). Ob das für den harten Flugbetrieb taugt, wird sich zeigen. Ich habe von einigen gehört, dass die Dinger bei härteren Crashs brechen. Eine Empfehlung ist daher, den FC mit einer oder zwei Lagen doppelseitigem Teppichklebeband zu befestigen. Das mindert Vibrationen und dient bei Crashs zugleich als „Stoßdämpfer“.

An die Ausleger kommen logischwerweise die Motoren. Die ESCs habe ich unter den Armen platziert. Zum einen werden die ESCs so prima luftgekühlt. Außerdem kriege ich so sich evtl. lockernde Kabel niemals in die Propeller. Dann auf alle Kabel Schrumpfschlauch drüberstecken und miteinander verlöten (wer es wartungsfreundlicher mag, nimmt Goldkontaktstecker oder ein Power-Distribution Board).

Im Set sind zwei linksdrehende (mit silberner Propellerkappe) und zwei rechtsdrehende Motoren (mit schwarzer Propellerkappe) enthalten. Da aber leider alle Kabel zum ESC schwarz sind, erkennt man nicht, welche Kabel für die korrekte Drehrichtung angeschlossen werden müssen. Also ist die korrekte Drehrichtung so oder so noch zu überprüfen.

Ursprünglich wollte ich auch ein 4-fach Power-Distribution Board verbauen. Leider war die Lieferzeit etwas länger und so habe ich klassisch die Leitungen minimal nach hinten verlängert und auf einen XT30-Stecker für die Flugakkus zusammengeführt.

Flightcontroller verkabeln

CC3D Anschlussplan

CC3D: Für S.Bus ist der Main-Port zu nutzen, nicht der Receiver-Port

Die ESC-Kabel werden auf der rechten Seite des CC3D Boards angeschlossen.
Die Reihenfolge ist:

1 – VL vorne links
2 – VR vorne rechts
3 – HR hinten rechts
4 – HL hinten links

Darauf achten, dass der Signalanschluss (bei mir gelb) immer innen am Board liegt. Außen der Masseanschluss (schwarz, bei mir braun).

Besonderheit beim X4R über S.Bus
Willst du die Kanäle einzeln über jeweils ein Kabel übertragen (PWM Modus) , nutzt du den Receiver-Port links am Board. Die ersten drei Kabel (schwarz, rot, weiß) sind Masse, + und Signalleitung für den Throttle (Gas-) Kanal. Die übrigen jeweils Signalleitungen für alle weiteren Kanäle CH2, CH3, CH4. CH5 steht für Schaltung der Flugmodi zur Verfügung.

In meinem Fall hat der X4R-SB nur 4 klassische Eingänge. Das reicht für Throttle, Roll, Nick und Yaw – aber zB nicht mehr für die Flugmodi. Daher verwende ich den S.Bus Port und gebe alle Kanäle als Summensignal über ein Kabel aus. Damit stehen an der Taranis im D16 Mode bis zu 16 Kanäle zur Verfügung. Das geht bei der CC3D nicht am Receiver-Port! Dazu muss ich den Main-Port unten rechts verwenden und entsprechend am X4R mit den S.Bus Pins verbinden. In der Openpilot Software wird später der Main-Port aktiviert und alle Kanäle explizit auf S.Bus gestellt.

Abstandhalter und Bottomplate

Ist alles verkabelt kann die unterste Bottomplate mit den 8x M3-Muttern angeschraubt werden. Zuvor aber die 6x langen Abstandshalter anschrauben (Schraubenlack nicht vergessen!):

 


Der Frame ist jetzt noch leicht zugänglich. Daher werden im nächsten Teil die FPV-Komponenten verbaut, bevor es daran geht, die ESCs anzulernen und das CC3D-Board über die Openpilot Software einzurichten.

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