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Rapere Interceptor Drone: die private Abfang-Drohne

Eine Drohne, die andere Drohnen kapert? Geht es nach Rapere, gibt es dafür konkrete Anwendungsfälle: Zum Beispiel Prominente, die sich vor unliebsamen Blicken schützen wollen. Oder das Weiße Haus, auf dessen Gelände kürzlich ein Phantom Quadrocopter abstürzte.

Rapere Interceptor Drone

Interceptor ist das englische Wort für Abfangjäger. Die Idee dahinter ist diese: Stell dir vor, du bist ein Celebrity und möchtest deine Privatsphäre genießen. Aber ein aufdringlicher Paparazzi fliegt mit seinem Kamera Multicopter über dein Anwesen. Du gehst zur immer einsatzbereiten Interceptor Drone in ihrem Landepod und aktivierst den „Interceptor-Button“.

Daraufhin startet die Drohne eigenständig und scannt über mehrere Kameras die Umgebung. Sie kann Vögel von Coptern unterscheiden und schwebt über die ungewünschte Drohne. Dann lässt sie eine Schnur/ein Seil in die Rotoren fallen – Take Down und Ruhe ist! Die Interceptor Drone kehrt eigenständig in ihre La(n)destation zurück und wartet auf den nächsten Einsatz.

Rapere Interceptor Drone

Drohne catcht Drohne, Quelle: http://www.rapere.io

Legal – illegal?

Das Szenario ist gar nicht so abwägig. Die Einsatzmöglichkeiten von UAVs (Unmanned Aerial Vehicles = unbemannte Luftfahrzeuge) werden nicht nur aus reinem Hobby, zum Guten und verantwortungsvoll genutzt. Es häufen sich insbesondere in den USA Fälle, bei denen UAVs in der Nähe oder über offizielle Flugverbotszonen schweben, Drogen transportieren oder illegale Güter in Gefängnishöfe einfliegen. Ich kann mir ebenso denken, dass schon der ein oder andere Paparazzi UAVs für sich entdeckt hat oder Industrie-Spionage auf neuem Level betrieben wird.

Kann die Lösung dafür eine Abfangdrohne sein, die jede andere unsanft zu Boden gehen lässt? Das Thema ist mindestens grenzwertig. In den USA gelten UAVs zB als zivile Luftfahrzeuge. Jeder mutwillige Schaden und/oder die Zerstörung ziviler Luftfahrzeuge zieht eine Strafe bis 10.000 US-Dollar oder 20 Jahre Gefängnis nach sich (u.U. beides).

Was wäre zudem, wenn die nicht mehr flugfähige Drohne über Personen oder Tieren unkontrollierbar zu Boden geht? Über einer befahrenen Straße?

Was wäre, wenn die Drohne auf den von der FAA zugelassenen maximal Höhe von 400 Fuß fliegt? Dann müsste die Abfang-Drohne im illegalen Luftraum darüber fliegen.

Es gibt also jede Menge Diskussionsbedarf und der Weisheit letzter Schluss ist die Rapere Interceptor Drone sicher nicht. Geht es lediglich um „nicht erwünschte Bilder“ könnte die Lösung auch softer ausfallen: etwa durch einnebeln oder bespritzen der Kamera-Linse.

Was meinst du?   Brauchen wir ein Drohnen Wettrüsten?

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