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Mehr Reichweite, besseres Bild: So findest du die passende FPV Antenne!

Patch-, Spiro– oder Cloverleaf-Antenne? Linear oder zirkular in LHCP/RHCP und mit wieviel dBi? … Du verstehst nur Bahnhof? Dabei ist es gar nicht so schwer, die richtige FPV Antenne zu finden. Verwendet werden eigentlich nur 2 Typen und 5 Bauformen, mit denen sich Reichweite & Bildstabilität steigern lassen…

2.4 GHz oder 5.8 GHz

Wenn du in Deutschland FPV fliegen möchtest (First Person View), also ein Live-Videobild der Kamera aus dem Modell zum Piloten am Boden übertragen, darfst du 2.4 GHz mit maximal 10 mW Sendeleistung oder 5.4 GHz mit maximal 25 mW Sendeleistung verwenden. Auch wenn manch ein Shop Videosender mit anderen Frequenzen und mehr Sendeleistung anbietet: Der Betrieb dieser Anlagen ist in Deutschland nicht erlaubt.

Funke und Video-Transmitter abstimmen
Achten musst du auf das Zusammenspiel, eigentlich das nicht gegenseitige Stören deiner Videosignale und der Steuersignale der RC-Fernbedienung. Wenn du eine 2.4 GHz Funke nutzt, überträgst du das Live-Bild mit 5.8 GHz. Das ist eine häufig anzutreffende Kombi auf die sich alle folgenden Ausführungen beziehen! Willst du das Videobild mit 2.4 GHz übermitteln, musst du auf analoge Frequenzen wie 35 MHz mit der Funke ausweichen.

Bildstabilität & Reichweite: Auf Antenne(n) und Empfänger kommt´s an

Ein FPV-Set besteht im wesentlichen aus diesen Komponenten:

  1. Kamera mit Live-View
  2. A/V-Sender/-Transmitter (=Tx) am Modell
  3. A/V-Empfänger/-Receiver (=Rx) am Boden
  4. FPV-Brille oder Monitor zur Bilddarstellung

Senderseitig kannst (und darfst) du nichts verändern. Einzig eine andere Antenne aufschrauben.

Empfängerseitig geht mehr:  Du kannst empfindlichere Antennen einsetzen bis hin zu solchen, die sich als Richtantennen mittels Tracker automatisch am Modell ausrichten und damit große Reichweiten ermöglichen.

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Du kannst ebenso einen sogenannten Diversity-Empfänger nutzen, der zwei Empfänger besitzt. Zum Beispiel den ImmersionRC Duo oder im Diversity-Monitor integriert wie dem 7″ BlackPearl/CamOne Argos oder Lilliput 329DW. Dadurch lässt sich einerseits die Bildstabilität erhöhen, da automatisch zwischen der Antenne mit dem besten Empfang geswitcht wird, aber auch die Reichweite, wenn die Antennen unterschiedlich ausgerichtet werden oder zwei unterschiedliche Typen zum Einsatz kommen.

7" CamOne Argos mit 2 integrierten Empfängern

7″ CamOne Argos mit 2 integrierten Empfängern

Antennen Typen: Linear und zirkular polarisiert

Zu den linear polarisierten Antennen (=LP) zählen Stabantennen (auch Rundantenne genannt) und Patchantennen. Empfang und Reichweite von LP-Antennen hängen sehr von der optimalen Ausrichtung ab.

Der zweite Typus sind zirkular polarisierende Antennen (=CP) die bessere Bildstabilität und größere Reichweiten ermöglichen, da sie weitere Abstrahlwinkel und -räume aufweisen und die exakte Ausrichtung nicht so wesentlich ins Gewicht fällt.

Bauformen: SPW, Cloverleaf, Helix

Je nach Verstärkungsleistung (angegeben in dBi) erhöht sich theoretisch die Reichweite, wobei Abschattungen durch Bäume, Häuser, Gimbal  und andere Faktoren dies natürlich beeinflussen.

Stabantennen werden gern gegen SPW- (Skew Planar Wheel) Antennen oder auch SpiroNET-Antennen ausgetauscht, die halbkugelförmig abstrahlen . Sie kosten von Fatshark oder ImmersionRC zwischen 30-40 EUR  und bieten einfache Handhabung bei gutem Reichweiten-Gewinn.  Die eigentliche Antenne sitzt geschützt in einem Gehäuse und auf einem biegsamen Stil.

Cloverleaf-Antennen weisen eine Kleeblatt-förmige Anordnung mit 3- bis 5-Blättern auf (hab auch schon „Mini-Quirl“ gelesen).  Die zirkularen Cloverleafs sind für 40-50 Euro etwa von Geoavia erhältlich und zeigen ein Abstrahlbild wie ein fetter Donut. Mit diesen zirkularen Antennen werden gute Reichweiten auch in größeren Höhen erzielt, mit dem kleinen Nachteil eines Nullzentrums mit geringer bis keiner Empfangsleistung genau über dem Piloten.

Helix-Antennen werden als Richtantennen am Empfänger eingesetzt. Die gewundenen Spiralen erhöhen durch ihre Richtwirkung und eine rotierende Abstrahlung die Reichweite enorm, engen aber durch geringere Abstrahlwinkel (bestimmt durch die Anzahl der Windungen)  den Empfangsbereich ein. Daher werden sie mit einem Antennen-Tracker nachgeführt, was neben den 80-100 Euro weitere Ausgaben für den Tracker erfordert.

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